Freitag, 9. Februar 2007

Dispatches - Undercover Mosque, Teil 1

Sheik Feiz: "Kafir ... das schlimmste Wort, das überhaupt geschrieben werden kann"


Am 15. Januar 2007 strahlte der britische Fernsehsender Channel 4 die Reportage "Dispatches – Undercover Mosque" aus, eine Reportage über islamische Haßprediger in Großbritannien, die großenteils aus Videoaufnahmen eines Reporters besteht, der vier Monate lang unerkannt mit versteckter Kamera in einigen von Britanniens bedeutendsten Moscheen ermittelte.

Die Sendung, die auf Youtube in sechs Videoclips zu sehen ist, hat in der angelsächsischen Welt für großes Aufsehen gesorgt. Große angesehene Muslimorganisationen, die sich in der Öffentlichkeit als moderat und tolerant verkaufen, predigen gegenüber ihren Anhängern unverblümt den Mord an Nichtmuslimen, den Mord an Homosexuellen, den Umsturz des britischen Staates, den Dschihad...

Eine gute Transkription des gesamten Textes der Sendung gibt es auf faithfreedom.org.

Barbarophobia bringt eine deutsche Übersetzung des gesamten Textes der Sendung (mit minimalen Kürzungen). Der Text der Sprecherin und anderer Sprecher der Sendung ist in normaler Schrift, alle Originalton-Zitate in fetter Schrift und Zusätze, Erläuterungen, Kommentare in kursiver Schrift gehalten. Die Sendung besteht aus drei Teilen.




Dispatches – Undercover Mosque
Teil eins


[Youtube-Video #1]

[Anmoderation]

Heute abend in Dispatches: Eine Ideologie des religiösen Fanatismus und der Intoleranz mit Wurzeln in Saudi-Arabien breitet sich in Großbritannien aus...

Scheik Yasin: „Wir Muslime haben den Auftrag, Gehirnwäsche zu betreiben.“

– über die Rechte der Frau:

Abu Usamah: „Allah hat die Frau mangelhaft geschaffen.“

Scheik Jibali: „Wenn sie den Hidschab nicht trägt, schlagen wir sie.“


– über die Rechte der Schwulen:

Abu Usamah: „Ergreift diesen homosexuellen Mann und stürzt ihn vom Berg herab.“

– über das Leben in einer multikulturellen Gesellschaft:

Dr. Mian: „Ihr müßt wie ein Staat in einem Staat leben, bis ihr die Macht ergreift.“

– und über den Heiligen Krieg:

Scheik Feiz: „Die Spitze, der Gipfel ..., der Höhepunkt des Islams ist Dschihad.“

[Ende der Anmoderation]

Eine Dispatches-Recherche hat eine fundamentalistische Botschaft enthüllt, die sich, vom saudi-arabischen religiösen Establishment ausgehend, in den Moscheen größerer britischer Organisationen ausbreitet, die behaupten, sich der Mäßigung und dem Dialog mit anderen Religionen zu widmen.

Die Green-Lane-Moschee (Green Lane Mosque) ist eine Moschee mit großer medialer Resonanz, die aber, wie wir erfuhren, theologische Führung aus Saudi-Arabien erhält. Unser Reporter stellte letzten Sommer verdeckte Ermittlungen an und mischte sich dabei unter Tausende von Gläubigen. Er bleibt anonym.

[Videoclip eines heimlich gefilmten Vortrags] Das Thema des heutigen Vortrags ist: Glaubt nicht an die Festnahmen angeblicher Terroristen ohne Beweis; – denn Nichtmuslime sind Lügner.

Einblendung: ‚12. August 2006‘

Abu Usamah: „Ich glaube ihnen nicht, denn sie sind Kuffar, und Lügen ist ein Teil ihrer Religion.“

Kuffar ist ein arabisches Wort und bedeutet Ungläubiger.

[kuffār ist Plural: ‚Ungläubige‘, kāfir ist Singular: ‚Ungläubiger‘.]

Abu Usamah: „... diese Kuffar. Sie tun, was sie wollen.“

Es ist ein Wort, das unser Reporter immer wieder in einer abfälligen Weise zu hören bekam.

Abu Usamah: „Sie sind Lügner, sie selbst sind Terroristen, – Lügner. Sie treten vor die Leute und reden, und sie lügen. Ihr dürft ihnen nicht glauben, sie sind pathologische Lügner.“

Die Green-Lane-Moschee bezeichnet sich selbst als ein „Zentrum interreligiöser Kommunikation“, das Menschen aller Religionen willkommen heißt. Aber unser Reporter filmte dort über vier Monate und fand diesen Redner: Abu Usamah, der ihr wichtigster englischsprachiger Prediger ist. Er sagt, Christen und Juden seien Feinde der Muslime.

Abu Usamah: „Es ist dazu gekommen, daß die Christen und die Juden, Amerika, das Vereinigte Königreich, Frankreich, Deutschland, sie alle haben sich gegen die Religion des Islam gerichtet. Warum gebt ihr eure Religion und euer langes Erbe des Islam auf, um jemandem zu gefallen, der euer Feind ist?“

Abu Usamah ist ein amerikanischer Konvertit und ein sehr populärer Redner in Green Lane. Er predigt gegen nichtmuslimische Gesetze...

Abu Usamah: „Wir wollen, daß unser Islam und die Gesetze des Islam praktiziert werden. Wir wollen die menschengemachten Gesetze abschaffen.“

und sagt, die britische Volkskultur sei eine Bedrohung.

Abu Usamah: „... die Volkskultur – wenn du jemand bist, der sich dem hingibt, wird dein Geist von den sogenannten höheren Mächten kontrolliert, die diese menschengemachten Gesetze gemacht haben.“

Die offizielle Website von Green Lane [www.greenlanemasjid.com] sagt, die Moschee „ist darauf ausgerichtet, der negativen Publicity und dem vorurteilsbeladenen Image des Islams zu entgegenzuwirken“. Doch nach ein paar Wochen erfuhr unser Reporter von Mitgläubigen, wie man einen anderen, viel schwerer zu findenden, Internet-Chatroom erreichen kann. Er wird von der Green-Lane-Moschee betrieben und sendet Abu Usamah’s Reden live an einen kleinen Kreis von Hörern. Er sagt, Muslime sollen britische Gesetze befolgen und Verträge mit Briten halten, solange sie nicht dem Islam widersprechen. Aber er verurteilt die Ungläubigen.

Einblendung: Internetsendung der Green-Lane-Moschee

Abu Usamah: „Niemand liebt die Kuffar! Niemand liebt die Kuffar! Nicht eine einzige Person hier von den Muslimen liebt die Kuffar, egal ob diese Kuffar aus Großbritannien kommen oder aus den USA. ... Wir lieben die Leute des Islams, und wir hassen die Leute des Kufr. wir hassen die Kuffar!“

[kufr: Unglaube, Leugnung des Islams.]

Während er heimlich gefilmt wird, sagt er, daß er nicht mit den gewaltsamen Aktionen muslimischer Terroristen übereinstimme, – doch er zieht sie den Nichtmuslimen vor.

Abu Usamah: „Ich stimme mit diesen Leuten nicht überein. Aber zugleich sind sie mir näher als diese Kriminellen des Kufr. “

Einblendung: Green-Lane-Moschee Internetsendung

Abu Usamah: „Er ist besser als eine Million George Bushes, Osama bin Laden. Er ist besser als tausend Tony Blairs, denn er ist ein Muslim.“

Die Moschee filmt einige von Abu Usamahs Reden, und sie werden im Umkreis als DVDs verkauft. In dieser sagt er, auch Muslime können, wenn sie nicht ihre strengen Regeln befolgen, als ‚Kafire‘ geächtet werden.

Einblendung: The Major Sins: Ahlus Sunnah Productions (2005)

Abu Usamah: „Wenn du das Gebet aus Nachlässigkeit ausläßt, dann bist du ein Kafir. ... Wenn jemand so stirbt, dann muß man ihn mit den Kuffar begraben. Man kann ihn nicht heiraten.“

Er predigt einen idealen muslimischen Staat.

Abu Usamah: „Muslime sollten sich nicht damit zufriedengeben, in einem anderen als einem totalen islamischen Staat zu leben.“

Seine Vision des islamischen Staats beinhaltet extreme Bestrafungen, wie er in dieser DVD skizziert:

Abu Usamah: „ Wer immer seine Religion vom Islam in irgend etwas anderes verändert: – tötet ihn im islamischen Staat!“

Der religiöse Führer oder Imam kann die Bestrafungen festsetzen.

Einblendung: Green-Lane-Moschee Internetsendung

Abu Usamah: „Wenn der Imam ihn kreuzigen will, dann soll er ihn kreuzigen. Die Person kommt ans Holz und wird dort gelassen, um zu Tode zu bluten, drei Tage lang.“

Abu Usamah verurteilt die westliche Interpretation der Redefreiheit, wonach man den Propheten beschimpfen könne, während er zensiert werden könne.

Abu Usamah: „Wenn ich Homosexuelle als perverse, schmutzige, dreckige Hunde bezeichne, die ermordet gehören, dann ist das meine Redefreiheit, oder nicht? Aber sie werden sagen: ‚Nein!‘ Ich wäre nicht tolerant. Aber sie finden es okay, etwas gegen den Propheten zu sagen.“

Unser Reporter fand heraus, daß diese Ansichten in der Hauptmoschee einer größeren muslimischen Organisation regelmäßig gepredigt werden. Die Green-Lane-Moschee in Birmingham ist der Hauptsitz der Markazi Jamiat Ahl-e-Hadith, einer britischen Wohltätigkeitsorganisation, die über 40 Moscheen und Filialen sowie islamische Halbtagsschulen betreibt. Sie ist ein einflußreicher Zweig des Muslim Council of Britain [Muslimischer Rat von Großbritannien], der sie als eine nationale Körperschaft gepriesen hat, die wegen ihrer erzieherischen und sozial engagierten Programme geachtet sei. Doch unser Reporter filmte heimlich Abu Usamah, während er lehrte, daß ein Dschihad gegen die Ungläubigen im Kommen sei.

Abu Usamah: „Wahrlich, Allah wird eine Gruppe von Leuten bringen, die er liebt und die ihn lieben; diese Leute werden sanft und freundlich sein gegenüber den Gläubigen und sie werden rauh und hart sein gegen die Kuffar. Sie werden für die Sache Allahs kämpfen. ... Ich ermutige euch alle, zu ihnen zu gehören, – damit zu beginnen, euch für die Zeit vorzubereiten, die schnell kommen wird, wenn der Spieß herumgedreht wird, und die Muslime in die Position der Stärkeren kommen werden. Und wenn dies geschieht, wird niemand – zu Unrecht – getötet werden.“

Nach wenigen Wochen erfährt unser Reporter, daß die Gläubigen von Green Lane regelmäße religiöse Anweisungen direkt aus Saudi-Arabien erhalten. Es werden Videokonferenzschaltungen eingerichtet. Auf die Wand projiziert erscheint der Großmufti von Saudi-Arabien [Sheikh Abdul Aziz Al-Sheikh]. Er ist der höchste religiöse Führer des Landes – jetzt live zu den Gläubigen nach Birmingham gebeamt. Sie stellen ihm mit Hilfe eines Dolmetschers Fragen und erhalten Fatwas, religiöse Anordnungen. Von nun an ist unser Reporter ein regelmäßiger Besucher der Moschee. Der Mann, der die Videoschaltungen überwacht, sagt ihm, daß sie die Videos aufgezeichnet haben.

Mann: „Wir zeichnen sie eigentlich alle auf DVD auf.“
Reporter: „Ja, wirklich?“
Mann: „Ja. Wir machen es so, egal was die DVDs kosten, gib einen Beitrag und es ist okay.“


Und unser Reporter erhielt sie.

Mann: „Das sind die Originale. Egal was du damit vorhast, es ist in Ordnung.“

Die DVD zeigt einen Gläubigen von Birmingham, der den Großmufti um eine Fatwa über die Verständigung zwischen Muslimen und andere Religionen bittet.

Einblendung: Saudi-Sendung Juni 2006

Fragesteller: „Einige Leute sagen, wir sollten die Christen und Juden nicht Kuffar nennen, und wir sollten gute Beziehungen mit ihnen aufbauen. Was ist Ihre Antwort dazu?“

Seine Antwort ist kompromittierend.

Großmufti (durch Dolmetscher übersetzt): „Das ist nicht wahr. Juden und Christen, die dem Propheten Mohammed nicht folgen, sind Kuffar. Sie kommen in die Hölle.“

Er sagt, Muslime dürfen Ungläubigen nicht helfen.

Großmufti: „Jeder, der einen Abtrünnigen oder einen Heiden oder einen Atheisten oder irgend jemanden, der den Islam angreift, unsterstützt oder verteidigt, wird verflucht.“

Die Green-Lane-Moschee verbreitet eine Art von Islam, der aus Saudi-Arabien stammt, bekannt meist unter dem Namen Wahhabismus. Es ist eine kompromißlose Theologie, die von vielen britischen Muslimen abgelehnt wird. Der Gelehrte Dr. Irfan Al Alawi erforscht den Wahhabismus. Wegen der Gefährlichkeit seiner Arbeit hält er bei Interviews sein Gesicht verdeckt.

Einblendung: ‚Dr. Irfan Al Alawi – Islamic Heritage Foundation‘

Dr. Irfan Al Alawi: „Wahhabis glauben, daß man gegen andere Religionen nicht tolerant sein darf. Also muß die Religion des Islam die Welt beherrschen. Green Lane in Birmingham, diese Moschee ist eine der extremen Wahhabi-Zentren in Großbritannien.“

Der Wahhabismus lehnt nach dem führenden muslimischen Gelehrten Abdal Hakim Murad die traditionellen toleranten Glaubenssätze des klassischen Islams ab.

Einblendung: ‚Abdal Hakim Murad – University of Cambridge‘

Hakim Murad: „Sein Prinzip ist Totalitarismus. Er ist in höchstem Maße vorurteilsbeladen, er hat keine Erfahrungen darin, mit anderen Arten des Islams oder mit Ungläubigen in irgendeiner Art von Respekt umzugehen. Wenn Sie außerhalb des engen Kreises der wahren Gläubigen stehen, kommen Sie in die Hölle und müssen daher mit Verachtung behandelt werden.“


[Youtube-Video #2]


Ungläubige werden „Kafire“ oder „Kuffar“ genannt. Moderaten britischen Muslimen wie Dr. Taj Hargey zufolge, ist es ein Ausdruck, den sie als Beleidigung gebrauchen.

Einblendung: ‚Dr. Taj Hargey – Muslim Educational Centre of Oxford‘

Dr. Taj Hargey: „Das Wort Kafir ist ein sehr abwertender, negativer, geringschätziger Ausdruck. Jemanden einen Kafir zu nennen, bedeutet, daß er nicht wert ist, daß man mit ihm verkehrt. Diese Art von Intoleranz ist etwas, das Extremisten entstehen läßt.“

Bei den Vorträgen in der Green-Lane-Moschee, die unser Reporter filmte, und in denen offen Intoleranz und Fanatismus gepredigt wurde, waren viele Kinder anwesend. In einer DVD von einer Konferenz in der Green-Lane-Moschee sagt ein Prediger namens Scheik Al-Jibali, daß Kinder von Nichtmuslimen ferngehalten werden müssen.

Einblendung: ‚Preparing to Stand Before Allah: Ahlus Sunnah Productions (2004)‘

Scheik Al Jibali: „Es ist traurig zu sehen, daß viele Eltern ihre Kinder in die Kuffar-Schule schicken, daß sie ihnen erlauben, sich unter die Kuffar zu mischen, so daß die Lebensart und die Glaubensinhalte der Kuffar sich tief in die Herzen der Kinder einwurzeln.“

In einer Fatwa, die er in der Videoschaltung gibt, sagt der Großmufti, Kinder sollten geschlagen werden, wenn sie nicht beten.

Einblendung: ‚Saudi-Sendung, Mai 2006‘

Großmufti: „Sagt euren Kinder, sie sollen beten, wenn sie sieben sind, und schlagt sie, wenn sie zehn sind.“

Die Website von Ahl-e-Hadith führt die Leser zu einem Text, worin es heißt, der Islam verleihe allen gleiche Rechte, unabhängig vom Geschlecht. Doch in einem akustisch schlechten Internetsendung sagt Abu Usamah, Frauen seien ‚mangelhaft‘.

Einblendung: ‚Green Lane Mosque Internetsendung‘

Abu Usamah: „Allah hat die Frau, auch wenn sie einen Doktortitel bekommt, mangelhaft geschaffen. Ihr Intellekt ist unvollständig. Mangelhaft. Sie kann unter Hormonen leiden, die sie emotional machen können. Zwei weibliche Zeugen sind notwendig, um die Zeugenaussage eines Mannes auszugleichen.“

In den Videoschaltungen predigen Prediger aus Saudi-Arabien die männliche Vorrangigkeit.

Einblendung: ‚Saudi-arabische Sendung, Mai 2006‘

Prediger: „Männer tragen die Verantwortung über die Frauen. Wo immer er hingeht, muß sie ihm folgen, und es kann ihr nicht gestattet sein, das Haus ohne seine Erlaubnis zu verlassen.“

Scheik Al Jibali sagt, der Hidschab müsse den jungen Mädchen aufgezwungen werden, wenn nötig mit Gewalt.

Einblendung: ‚Preparing to Stand Before Alah‘, Ahlus Sunnah Productions (2004)

Scheik Al Jibali: „Wenn sie zehn Jahre alt ist, wird es zu unserer Pflicht, sie zum Tragen des Hidschabs zu zwingen. Und wenn sie den Hidschab nicht trägt, schlagen wir sie.“

Unser Reporter filmte heimlich diesen Prediger – Dr. Bilal Philips – während er religiöse Anordnungen in Green Lane ausgibt. In einer Rede in der Moschee, die auch im Internet-Chatroom gesendet wurde, behauptet er, daß die Heirat eines Mädchens vor ihrer Pubertät erlaubt sei. Er behauptet, der Prophet Mohammed habe ein neunjähriges Mädchen geheiratet und daher sei es auch heute zulässig.

Dr. Bilal Philips: „Der Prophet Mohammed hat die Regeln bezüglich der Heirat in der Praxis umrissen. Mit seiner eigenen Praxis machte er klar, was erlaubt ist. Und daher sollte es für uns kein Problem sein, wenn ein älterer Mann eine jüngere Frau heiratet, was von dieser Gesellschaft heute verachtet wird, aber wir wissen, daß der Prophet Mohammed es praktiziert hat; es war kein Mißbrauch, keine Ausbeutung, es war eine Ehe.“

Dr. Philips sagte uns, wir hätten ihn außerhalb des Kontexts zitiert. Er sagte, er sei nicht dafür eingetreten, daß Muslime gegen die britischen Gesetze verstießen. Muslime, die in nichtmuslimischen Ländern lebten, seien dazu verpflichtet, die Gesetze des Landes zu befolgen.

Abu Usamah zitiert die – wie er sagt – Worte eines Gefährten des Propheten über die Strafe für Homosexualität.

Abu Usamah: „Du praktizierst Homosexualität mit Männern? Ergreift diesen homosexuellen Mann und stürzt ihn vom Berg hinab.“

Und in einer DVD greift er die Idee der Schwulenrechte an.

Einblendung: ‚Preparing to Stand Before Allah‘, Ahlus Sunnah Productions (2004)

Abu Usamah: „Sie haben ihnen nie dagewesene Rechte gegeben, so daß dein Kind Lesben ausgeliefert werden kann. ... Nun sagen sie, wenn du sie diskriminierst, kommst du ins Gefängnis.“

Er sagt, Muslime sollten sie diskriminieren.

Abu Usamah: „Bei Allah, wir werden sie diskriminieren, aber wir werden sie so diskriminieren, daß wir dabei nicht in Schwierigkeiten kommen. Der Muslim ist ein Zahnarzt; einer dieser Leute kommt, und er will eine große, große Nadel nehmen und sie ihm ins Zahnfleisch stechen.“ (Gelächter der Zuhörer)

Dann sagt er, das sei nur ein Scherz, die Moschee könne sonst in Schwierigkeiten kommen.

Abu Usamah: „Denn sie würden diese Worte nehmen und würden uns allen Schwierigkeiten machen.“

Zum Jahrestag der Bombenanschläge vom 7. Juli wurde eine Rede Abu Usamahs, in der er Terrorismus verurteilte, im Chatroom von Green Lane gesendet.

Einblendung: ‚Green Lane Internetsendung‘

Abu Usamah: „Wir möchten hier eine offizielle Stellungnahme abgeben. In keiner Weise sind wir mit dem, was heute vor einem Jahr im Kuffar-Kalender geschehen war, einverstanden.“

Doch er glaubt an den Dschihad.

Abu Usamah: „Doch während wir dies sagen, entschuldigen wir uns für keinen Aspekt dieser Religion. Es gibt den Dschihad im Islam. Was ist Allah das Liebste, was mag er am meisten? Dschihad ist der Weg Allahs!“

Er sagt, der wahre Dschihad wird kommen, wenn die älteren islamischen Kleriker ihn ausrufen, und er betet darum, daß er bald kommen möge.

Abu Usamah: „Wir bitten Allah, die Mittel und Wege bereitzustellen, mit denen die Muslime die Kraft und die Ehre haben werden, die Unterdrückung durch die Kuffar abzuwehren, wo wir hinausgehen und den Dschihad führen können. Wir bitten Allah, diese Zeit zu bringen, so daß wir daran teilnehmen können.“

Abu Usamah sagte uns: „Der Islam erlaubt jedem Muslim, hier in Großbritannien friedlich mit den Nichtmuslimen zusammenzuleben, obwohl Großbritannien keine islamische Gesellschaft ist.“ Er sagte, er habe klargemacht, daß es eine religiöse Pflicht für alle Muslime sei, das britische Recht zu befolgen, und daß das islamische Recht nur in einem islamischen Staat praktiziert werden könne. Er sagte: „Homosexualität ist eine Abscheulichkeit vor Allah und der gesamten Menschheit, und ich werde sie niemals entschuldigen. Doch obwohl dies so ist, glaube ich nicht an den Ungehorsam gegen das Gesetz, wenn es darum geht, wie die Leute mit Homosexuellen umgehen sollen.“

In der Green-Lane-Moschee wird eine kompromißlose Botschaft, beeinflußt von saudi-arabischen Klerikern, gepredigt. Ein Imam aus der Moschee war als Berater der Regierung tätig: Abdul Hadi saß in einer Kommission über Extremismus, die von der Regierung nach den Bombenanschlägen vom 7. Juli aufgestellt wurde. Er war Mitglied des Arbeitsgruppe zur Bekämpfung von Extremismus in Moscheen und bei Imamen.

Doch dieses DVD zeigt, daß er in einer Konferenz in Green Lane teilnahm, in der andere Redner Muslime dazu antrieben, Homosexuelle zu diskriminieren und Mädchen zu schlagen, die nicht den Hidschab tragen. Mit dem Extremismus dieser Botschaft schien er keine Probleme zu haben.

Einblendung: ‚Preparing to Stand Before Allah‘, Ahlus Sunnah Productions (2004)

Abdul Hadi: [während er offensichtlich das Schlußwort spricht] „Es ist sehr schwer, dieses schönes Programm zu beenden, aber leider müssen wir.“

Der Leiter der Arbeitsgruppe über Moscheen und Imame war Lord Nazir Ahmed, Großbritanniens erster muslimischer Adliger. Er hat vor kurzem die Green-Lane-Moschee gelobt. In einem Interview mit Radio BBC im Jahre 2003 bezeichnete er sie als seinen liebsten spirituellen Ort in diesem Land.

Einblendung: ‚BBC Radio 4, July 2003‘ [Siehe dazu BBC-Website]

Lord Ahmed: „Green Lane Nr. 20 in Birmingham ist mein liebster spiritueller Ort.“

Er sagte, daß er dort gebetet habe.

Lord Ahmed: „Das ist der wundervollste Ort. Wenn ich in die Moschee gehe, habe ich das Gefühl, den größten Palast auf Erden zu betreten.“

Lord Ahmed sagte kürzlich, er wolle den Lordkanzler bitten, mit einer Organisation namens ‚Islamic Shari'ah Council‘ (Islamischer Schariarat) und ihrem Generalsekretär, einem Prediger namens Scheik Suhaib Hasan, zusammenzutreffen. Bei dem Treffen solle über die Einführung der islamischen Scheidungsgesetze in die britische Verfassung diskutiert werden. Unser Reporter filmte Scheik Hasan bei einer Rede in Green Lane mit versteckter Kamera. Er ist ein älterer Imam in einer größeren Moschee im Londoner Osten und ein ehemaliger Präsident der Markazi Ahl-e-Hadith. In einer von der Website seiner Moschee heruntergeladenen Rede verkündet er die Überlegenheit der Muslime bei Zusammentreffen mit Nichtgläubigen.

Einblendung: ‚Masjid Al Tawhid Internet-Sendung‘

Scheik Hasan: „Und Allah in unserer Mitte, er wirkt schnell: NIEDER [mit den Ungläubigen]! Und er bewirkt, daß wir Überlegenheit erlangen.“

In Reden auf anderen islamischen Websites prophezeit er das Kommen eines islamischen Staates.

Einblendung: ‚True Understanding of the Khilaafah‘, Shuhaib Hasan

Scheik Hasan: „Allah hat verfügt, daß ich herrschen werde. Die Herrschaft ist natürlich eine politische Herrschaft.“

Der islamische Staat, den er prophezeit, wird einen einzigen, lebenslangen Herrscher und keine oppositionelle Parteien oder Wahlen haben, und er wird eine strenge Version des islamischen Rechts einführen.

Scheik Hasan: „Das Abschlagen der Hände von Dieben, das Auspeitschen von Ehebrechern und das Auspeitschen von Trinkern.“

Dann wird der Staat den Dschihad beginnen.

Scheik Hasan: „Dann der Dschihad gegen die Nichtmuslime, gegen die Leute, welche die Unterdrücker sind.“

Scheik Hasan sagte uns, daß das Wort Kuffar keine rassistische oder diskriminierende Bezeichnung sei, wenn es in seinem koranischen Sinn gehört werde. Er sagte, er habe viele Male gesagt, daß die Wiedererrichtung eines einzigen islamischen Staates friedlich sein werde. Er sagte, er habe oft den britischen Wohlfahrtsstaat, seine Rechts-, Gesundheits- und Erziehungssysteme, gelobt. Er sagte: „Ich habe niemals in irgendeiner Form für Extremismus, weder religiös noch sonstwie, geworben oder Gewalt in Friedenszeiten gerechtfertigt.“

Lord Ahmed sagte uns, die Green-Lane-Moschee sei eine unter vielen Moscheen, die er besucht habe. Er sagte: „Es wäre absurd, zu unterstellen, daß ich jedes Mal, wenn ich eine Institution besuche, für jedes Wort, das dort ausgesprochen wird, verantwortlich, oder über jedes Wort informiert sein müßte.“ Er sagte, er habe um ein Treffen mit dem Lordkanzler im Namen aller Muslime gebeten, und sagte weiter, er sei nicht über alle von Scheik Hasan vertretene Ansichten im Bild gewesen.

Als nächstes überprüfen wir die Behauptung, daß ein Radikalismus mit Verbindungen zum saudischen religiösen Estblishment sich im ganzen Lande – bis hin zu Großbritanniens größter und populärster Moschee – ausgebreitet habe.

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